Saftiger Schweinebraten aus Schweinehals mit Kartoffelknödeln & Blaukraut
Ein richtig guter Schweinebraten braucht eigentlich gar nicht viel: ein gutes Stück Fleisch, kräftige Röstaromen, eine aromatische Soße – und ein bisschen Zeit. Für unser heutiges Rezept verwenden wir durchwachsenen Schweinehals, der sich wunderbar zum langsamen Schmoren eignet und dabei herrlich saftig bleibt.
Eine würzige Marinade aus Senf, Honig und Thymian sorgt zusätzlich für Geschmack. Dazu gibt es ganz klassisch Kartoffelknödel und Blaukraut. Genau so stellen wir uns ein gemütliches Sonntagsessen mit der Familie vor.
Und das Beste: Den größten Teil der Arbeit übernimmt später der Backofen.
Schweinebraten aus Schweinehals – perfekt fürs Sonntagsessen

Schweinehals ist für einen Schmorbraten eine hervorragende Wahl. Das Fleisch ist fein mit Fett durchzogen. Während der langen Garzeit schmilzt ein Teil davon und sorgt dafür, dass der Braten schön saftig und aromatisch bleibt.
Besonders wichtig ist das kräftige Anbraten zu Beginn. Dabei entstehen die Röstaromen, die später zusammen mit Gemüse, Tomatenmark und Bratenfond die Grundlage für die kräftige Soße bilden.
Wer das Sonntagsessen möglichst entspannt vorbereiten möchte, kann den Schweinehals bereits am Samstag marinieren. Über Nacht kann die Senf-Honig-Marinade schön einziehen und am Sonntag geht es direkt mit dem Anbraten weiter.
Zutaten für 4 Personen
Für den Schweinebraten
- 1 kg Schweinehals, durchwachsen
- 3 EL mittelscharfer Senf
- 2 EL Honig
- 2 EL Pflanzenöl
- 1 TL Thymian
- Salz
- Pfeffer
- 2 große Gemüsezwiebeln
- 1 Bund Suppengemüse
- 1 EL Tomatenmark
- 200 ml Bratenfond
- 500 ml Gemüsebrühe oder alternativ Weißwein
- 3 Lorbeerblätter
- 4 Gewürznelken
- 4 Pimentkörner
- etwas Fett oder Öl zum Anbraten
- nach Bedarf dunkler Soßenbinder
Als Beilage
- Kartoffelknödel
- Blaukraut
Zubereitung Schritt für Schritt
1. Schweinehals marinieren
Den Schweinehals trocken tupfen und rundherum kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
Senf, Pflanzenöl, 2 EL Honig und 1 TL Thymian miteinander verrühren. Die Marinade anschließend gleichmäßig auf dem Schweinehals verteilen und gut einreiben.
Am besten das Fleisch abgedeckt über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen. Vor der weiteren Zubereitung rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen.
2. Gemüse vorbereiten
Die Gemüsezwiebeln schälen und grob schneiden. Das Suppengemüse putzen und ebenfalls in größere Stücke schneiden.
Den Backofen auf 170 °C vorheizen.
3. Schweinehals kräftig anbraten
Etwas Fett oder Öl in einem ausreichend großen Bräter erhitzen.
Den marinierten Schweinehals hineingeben und von allen Seiten kräftig anbraten, bis eine schöne braune Kruste entstanden ist.
Für diesen Schritt ruhig etwas Zeit einplanen. Die Röstaromen, die jetzt entstehen, sorgen später für ordentlich Geschmack in der Soße.
Anschließend den Schweinehals aus dem Bräter nehmen und kurz beiseitestellen.
4. Gemüse und Tomatenmark anrösten
Das vorbereitete Gemüse in den heißen Bräter geben und unter gelegentlichem Rühren kräftig anrösten.
Anschließend 1 EL Tomatenmark hinzufügen und kurz mitrösten. Dadurch bekommt die spätere Bratensoße zusätzliche Röstaromen und eine kräftigere Farbe.
5. Ablöschen und schmoren
Den angebratenen Schweinehals wieder auf das Gemüse in den Bräter legen.
Lorbeerblätter, Gewürznelken und Pimentkörner hinzufügen. Anschließend mit 200 ml Bratenfond und 500 ml Gemüsebrühe ablöschen.
Alternativ kann anstelle der Gemüsebrühe Weißwein verwendet werden.
Den Bräter mit einem Deckel verschließen und den Schweinebraten im vorgeheizten Backofen bei 170 °C etwa 2 Stunden schmoren lassen.
6. Bratensoße zubereiten
Nach der Schmorzeit den Schweinebraten vorsichtig aus dem Bräter nehmen und einige Minuten ruhen lassen.
Den Bratensud durch ein Sieb geben und in einem Topf nochmals aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Ist die Soße noch zu dünn, kann sie entweder etwas länger einkochen oder nach Bedarf mit einer kleinen Menge dunklem Soßenbinder gebunden werden.
7. Schweinebraten servieren
Den Schweinebraten nach der kurzen Ruhezeit in Scheiben schneiden und auf Tellern anrichten.
Großzügig von der heißen Bratensoße darübergeben und zusammen mit Kartoffelknödeln und Blaukraut servieren.
Und dann heißt es nur noch: genießen. 🤤
Warum wird Schweinebraten aus Schweinehals so saftig?
Das Geheimnis liegt unter anderem in der Struktur des Fleisches. Schweinehals ist durchwachsener als viele sehr magere Teilstücke. Genau das ist beim Schmoren von Vorteil.
Während der längeren Garzeit bleibt das Fleisch dadurch saftiger und entwickelt zusammen mit der Senf-Honig-Marinade, den Gewürzen und dem Bratensud einen kräftigen Geschmack.
Deshalb sollte man für dieses Gericht auch nicht unbedingt zum magersten Stück greifen. Bei einem guten Schmorbraten ist etwas Fett durchaus erwünscht.
Was passt zu Schweinebraten?
Kartoffelknödel und Blaukraut sind für uns die klassische Kombination. Gerade die Knödel sind perfekt, um die kräftige Bratensoße aufzunehmen.
Ihr könnt den Schweinebraten aber genauso gut mit Semmelknödeln, Spätzle oder Salzkartoffeln servieren. Auch ein grüner Salat oder Ofengemüse passen dazu.
Und falls am Sonntag etwas übrig bleibt: Die Bratenscheiben am nächsten Tag langsam in der restlichen Soße erwärmen. So trocknet das Fleisch beim Aufwärmen nicht unnötig aus.
Schweinebraten entspannt vorbereiten
Wer sonntags nicht den halben Vormittag in der Küche verbringen möchte, kann einen Teil der Arbeit bereits am Samstag erledigen.
Den Schweinehals einfach am Vorabend mit der Senf-Honig-Thymian-Marinade einreiben und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Auch das Gemüse kann bereits vorbereitet werden.
Am Sonntag muss das Fleisch dann nur noch kräftig angebraten werden, bevor Gemüse, Flüssigkeit und Gewürze dazukommen. Danach wandert der Bräter für etwa zwei Stunden in den Backofen.
So bleibt genügend Zeit für die Familie – und trotzdem steht später ein richtig schönes Sonntagsessen auf dem Tisch.
Unser Fazit: Ein Klassiker fürs Sonntagsessen
Saftiges Fleisch, kräftige Bratensoße, Kartoffelknödel und Blaukraut – manchmal braucht es gar keine ausgefallenen Zutaten für ein richtig gutes Essen.
Entscheidend sind bei diesem Schweinebraten aus Schweinehals vor allem drei Dinge: das passende Fleischstück, ordentlich Röstaromen beim Anbraten und genügend Zeit zum Schmoren.
Die Kombination aus Senf, Honig und Thymian gibt unserem Rezept zusätzlich eine würzig-süße Note, während das angeröstete Tomatenmark für noch mehr Geschmack in der Soße sorgt.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!
Eure
Metzgerei Schirle






