Schwäbischer Zwiebelrostbraten mit geschmälzten Zwiebeln, Bratkartoffeln und Salat

Schwäbischer Zwiebelrostbraten

Schwäbischer Zwiebelrostbraten – klassisch mit geschmälzten Zwiebeln

Ein saftiger Rostbraten, goldbraun geschmälzte Zwiebeln und eine kräftige Bratensoße – der schwäbische Zwiebelrostbraten ist ein echter Klassiker und wie gemacht für ein gemütliches Sonntagsessen.

Dabei braucht es gar nicht viele Zutaten. Entscheidend sind vor allem ein gutes Stück Rindfleisch, eine richtig heiße Pfanne und etwas Geduld bei den Zwiebeln. Denn während der Rostbraten nur relativ kurz gebraten wird, dürfen die Zwiebeln langsam goldbraun werden und ihr volles Aroma entwickeln.

Dazu gibt es eine unkomplizierte Bratensoße aus dem entstandenen Bratensatz, Brühe, Rotwein und etwas saurer Sahne. Als Beilage passen Bratkartoffeln genauso gut wie Spätzle oder ein frischer grüner Salat.

Was macht einen guten Zwiebelrostbraten aus?

Beim Zwiebelrostbraten steht das Fleisch ganz klar im Mittelpunkt. Verwendet werden Scheiben vom Rostbraten, die idealerweise einen Fettrand besitzen.

Dieser sollte vor dem Braten an einigen Stellen leicht eingeschnitten werden. Dadurch verhindert ihr, dass sich das Fleisch durch die Hitze in der Pfanne stark zusammenzieht oder wölbt.

Mindestens genauso wichtig sind natürlich die Zwiebeln. Sie werden nicht einfach nur kurz angebraten, sondern langsam in Butter und Butterschmalz goldbraun geröstet. Dadurch entwickeln sie ihren typischen leicht süßlichen und kräftigen Geschmack.

Zusammen mit dem saftigen Rindfleisch und der herzhaften Soße entsteht daraus ein Gericht, bei dem es gar nicht viel Schnickschnack braucht.

Schwäbischer Zwiebelrostbraten mit geschmälzten Zwiebeln, Bratkartoffeln und Salat
Schwäbischer Zwiebelrostbraten mit geschmälzten Zwiebeln, Bratkartoffeln und Salat

Zutaten für 4 Personen

Für den Zwiebelrostbraten

  • 4 Scheiben Rostbraten mit Fettrand
  • 4 große Zwiebeln
  • 125 ml Fleisch- oder Gemüsebrühe
  • 100 ml Rotwein
  • 3 EL saure Sahne
  • Salz & Pfeffer
  • etwas Öl
  • etwas Butterschmalz
  • etwas Butter

Dazu passen: Bratkartoffeln, Spätzle oder ein grüner Salat.

Zubereitung Schritt für Schritt

1. Fleisch vorbereiten

Den Rostbraten etwa 30–60 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, damit das Fleisch nicht eiskalt in die Pfanne kommt.

Anschließend mit Küchenpapier trocken tupfen.

Den Fettrand an mehreren Stellen vorsichtig leicht einschneiden. Dabei möglichst nicht tief ins eigentliche Fleisch schneiden. Durch das Einschneiden kann sich der Fettrand beim Braten nicht so stark zusammenziehen und der Rostbraten bleibt schön flach in der Pfanne.

2. Zwiebeln goldbraun rösten

Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden.

Etwas Butterschmalz und Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebelringe hineingeben und bei mittlerer Hitze langsam goldbraun rösten.

Dabei immer wieder wenden und darauf achten, dass die Zwiebeln nicht zu dunkel werden.

Sind sie schön goldbraun und weich, aus der Pfanne nehmen und bis zum Servieren warm halten.

3. Rostbraten kräftig anbraten

In einer zweiten Pfanne etwas Butterschmalz erhitzen.

Die Rostbratenscheiben in die heiße Pfanne geben und von beiden Seiten kräftig anbraten, sodass eine schöne braune Kruste und ordentlich Röstaromen entstehen.

Anschließend die Hitze reduzieren und das Fleisch bis zum gewünschten Gargrad fertig braten.

Erst danach mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und kurz warm halten.

4. Kräftige Bratensoße zubereiten

Den Bratensatz in der Pfanne nicht wegschütten – genau darin steckt jede Menge Geschmack.

Den Bratensatz mit 125 ml Fleisch- oder Gemüsebrühe und 100 ml Rotwein ablöschen. Dabei die Röstaromen mit einem Kochlöffel vom Pfannenboden lösen.

Die Soße kurz aufkochen und etwas reduzieren lassen.

Anschließend 3 EL saure Sahne einrühren und die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Je länger die Flüssigkeit etwas einkocht, desto kräftiger wird der Geschmack.

5. Zwiebelrostbraten anrichten

Den Rostbraten auf vorgewärmten Tellern anrichten und etwas von der kräftigen Bratensoße darübergeben.

Jetzt dürfen natürlich die Zwiebeln nicht fehlen: Die goldbraun gerösteten Zwiebeln großzügig auf dem Rostbraten verteilen.

Dazu noch die gewünschte Beilage – und fertig ist unser schwäbischer Klassiker.

Welche Beilage passt zum Zwiebelrostbraten?

Bei der Beilage habt ihr verschiedene Möglichkeiten. Bratkartoffeln passen besonders gut, weil ihre knusprigen Röstaromen wunderbar mit dem Fleisch und den geschmälzten Zwiebeln harmonieren.

Wer es noch schwäbischer möchte, serviert den Zwiebelrostbraten mit Spätzle. Sie nehmen die kräftige Soße besonders gut auf und machen das Gericht zu einem richtigen Wohlfühlessen.

Dazu passt ein frischer grüner Salat, der einen schönen Kontrast zum kräftigen Rostbraten bildet.

So bleibt der Rostbraten schön saftig

Beim Rostbraten entscheidet neben der Fleischqualität vor allem die richtige Zubereitung über das Ergebnis.

Das Fleisch sollte nicht direkt eiskalt aus dem Kühlschrank in die Pfanne kommen. Deshalb nehmen wir es etwa 30–60 Minuten vorher heraus.

Beim eigentlichen Anbraten darf die Pfanne dagegen richtig heiß sein. Dadurch bekommt der Rostbraten schnell eine kräftige Bräunung und die gewünschten Röstaromen.

Danach die Temperatur reduzieren und das Fleisch nur noch bis zum gewünschten Gargrad fertig braten. Gerade bei einem guten Stück Rostbraten wäre es schade, es unnötig lange in der Pfanne zu lassen.

🥩 Schirle-Tipp

Beim Rostbraten entscheidet die Fleischqualität mit über das Ergebnis. Das Fleisch sollte vor dem Braten nicht eiskalt sein und die Pfanne richtig heiß sein. So entstehen außen kräftige Röstaromen, während der Rostbraten innen schön saftig bleiben kann.

Zwiebelrostbraten als Sonntagsessen

Der Zwiebelrostbraten ist ein schönes Beispiel dafür, dass ein besonderes Sonntagsessen nicht automatisch stundenlange Vorbereitung bedeutet.

Die Zwiebeln können in Ruhe goldbraun rösten, während die Beilagen vorbereitet werden. Das Fleisch selbst braucht anschließend nur wenige Minuten in der Pfanne und auch die Soße entsteht direkt aus dem vorhandenen Bratensatz.

So steht in etwa 40 Minuten ein klassisches Gericht auf dem Tisch, das trotzdem nach richtigem Sonntagsessen schmeckt.

Ob mit Bratkartoffeln, Spätzle oder Salat – am Ende darf vor allem eines nicht fehlen: eine ordentliche Portion geschmälzte Zwiebeln auf dem Rostbraten.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

Eure Metzgerei Schirle aus Westhausen

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