Klassischer Rinderbraten im Backofen – zart & saftig

Klassischer Rinderbraten

Klassischer Rinderbraten aus dem Backofen – zart geschmort mit kräftiger Soße

Ein klassischer Rinderbraten gehört für uns zu den Gerichten, die einfach perfekt zu einem gemütlichen Sonntagsessen passen. Zart geschmortes Rindfleisch, eine kräftige dunkle Soße und dazu Kartoffelknödel, Spätzle oder Salzkartoffeln – viel mehr braucht es eigentlich nicht.

Und auch wenn ein Rinderbraten zunächst nach viel Arbeit klingt: Die eigentliche Zubereitung ist unkomplizierter, als man denkt. Entscheidend sind vor allem gutes Rindfleisch, kräftige Röstaromen und genügend Zeit zum Schmoren.

Für unser Rezept wird der Rinderbraten zunächst rundherum scharf angebraten. Anschließend rösten wir Wurzelgemüse und Tomatenmark im Bräter an, löschen alles mit Rotwein ab und geben Rinderfond dazu. Danach übernimmt der Backofen den größten Teil der Arbeit.

Welches Fleisch eignet sich für Rinderbraten?

Für einen klassischen Schmorbraten eignen sich besonders Teilstücke aus der Keule oder Schulter vom Rind.

Beim Schmoren wird das Fleisch über längere Zeit bei moderater Temperatur gegart. Dadurch kann es langsam zart werden und gleichzeitig den Geschmack von Gemüse, Gewürzen, Rotwein und Rinderfond aufnehmen.

Für vier Personen rechnen wir in unserem Rezept mit etwa 1 kg Rinderschmorbraten. So bekommt jeder eine ordentliche Portion und vielleicht bleibt sogar noch etwas für den nächsten Tag übrig.

Klassischer Rinderbraten im Backofen – zart & saftig

Zutaten für 4 Personen

Für den Rinderbraten

  • 1 kg Rinderschmorbraten aus Keule oder Schulter
  • 530 ml Rinderfond
  • 270 ml trockener Rotwein
    alternativ roter Traubensaft
  • 130 g Schalotten
  • 130 g Möhren
  • 130 g Knollensellerie
  • 130 g Lauch
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1½ EL Speisestärke
  • 2 TL Tomatenmark
  • 2 TL Zucker
  • 1 EL Butterschmalz
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • etwas mittelscharfer Senf
  • frische Petersilie

Dazu passen

  • Kartoffelknödel
  • Spätzle
  • Salzkartoffeln
  • Blaukraut oder anderes saisonales Gemüse

Zubereitung Schritt für Schritt

1. Rinderbraten vorbereiten

Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Rinderbraten mit Küchenpapier trocken tupfen und von allen Seiten kräftig salzen.

Falls sich außen noch sehr feste Sehnen oder Silberhaut befinden, können diese vor der Zubereitung vorsichtig entfernt werden.

2. Gemüse vorbereiten

Die Schalotten schälen und halbieren.

Möhren und Knollensellerie schälen und in grobe Stücke schneiden. Den Lauch gründlich waschen, putzen und ebenfalls grob schneiden.

Das Gemüse muss dabei nicht besonders fein geschnitten werden. Es schmort später gemeinsam mit dem Fleisch und sorgt für jede Menge Geschmack in der Soße.

3. Rinderbraten kräftig anbraten

Das Butterschmalz in einem ausreichend großen Bräter erhitzen.

Sobald der Bräter richtig heiß ist, den Rinderbraten hineingeben und 3–4 Minuten rundherum kräftig anbraten.

Hier darf ordentlich Farbe ans Fleisch. Die dabei entstehenden Röstaromen bilden später eine wichtige Grundlage für unsere Bratensoße.

Anschließend das Fleisch aus dem Bräter nehmen und rundherum mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen.

4. Gemüse und Tomatenmark anrösten

Jetzt kommt das vorbereitete Gemüse in denselben Bräter.

Tomatenmark und Zucker hinzufügen und alles unter regelmäßigem Rühren etwa 5 Minuten kräftig anrösten.

Auch hier gilt: Die Röstaromen sind ausdrücklich erwünscht. Zusammen mit dem Bratensatz vom Fleisch geben sie der späteren Soße ihren kräftigen Geschmack und eine schöne dunkle Farbe.

5. Mit Rotwein ablöschen

Das angeröstete Gemüse mit 270 ml trockenem Rotwein ablöschen.

Die Flüssigkeit bei stärkerer Hitze etwas einkochen lassen. Dabei können sich gleichzeitig die Röstaromen vom Boden des Bräters lösen.

Wer beim Kochen auf Wein verzichten möchte, kann stattdessen roten Traubensaft verwenden.

6. Rinderbraten im Backofen schmoren

Nun 530 ml Rinderfond und die Lorbeerblätter dazugeben.

Den angebratenen Rinderbraten wieder in den Bräter legen und diesen mit einem Deckel verschließen.

Auf der mittleren Schiene des Backofens bei 160 °C Ober-/Unterhitze etwa 1 bis 1½ Stunden schmoren lassen. Während der Garzeit den Rinderbraten einmal wenden.

Je nach Form und Dicke des Fleischstücks kann die tatsächliche Garzeit etwas variieren.

7. Rinderbraten ruhen lassen

Nach der Garzeit den Rinderbraten aus dem Bräter nehmen und abgedeckt einige Minuten ruhen lassen.

Diese kurze Ruhezeit lässt sich perfekt nutzen, um aus dem entstandenen Garsud die Bratensoße zuzubereiten.

8. Kräftige Bratensoße zubereiten

Den gesamten Garsud zusammen mit dem Gemüse durch ein Sieb in einen Topf gießen.

Wer seine Soße etwas kräftiger und sämiger mag, kann einen Teil des weich geschmorten Gemüses durch das Sieb streichen.

Anschließend die Soße aufkochen.

Die Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glatt rühren und nach und nach unter ständigem Rühren zur kochenden Soße geben. Etwa 2 Minuten köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Zum Schluss die Bratensoße mit Salz, schwarzem Pfeffer und etwas mittelscharfem Senf abschmecken.

9. Rinderbraten aufschneiden und servieren

Den Rinderbraten nach der Ruhezeit quer zur Fleischfaser in Scheiben schneiden.

Auf einer vorgewärmten Platte oder direkt auf den Tellern anrichten, etwas von der kräftigen Bratensoße darübergeben und mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

Dann fehlen eigentlich nur noch die Beilagen.

Welche Beilagen passen zu Rinderbraten?

Ein klassischer Rinderbraten lässt sich wunderbar mit unterschiedlichen Beilagen kombinieren.

Für ein richtig gemütliches Sonntagsessen mögen wir die Kombination mit Kartoffelknödeln und Blaukraut besonders gerne. Die Knödel nehmen die kräftige Soße wunderbar auf und das Blaukraut bringt eine leicht süßliche Komponente auf den Teller.

Schwäbisch wird es natürlich mit Spätzle. Auch Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree passen hervorragend.

Je nach Jahreszeit könnt ihr zusätzlich Karotten, Bohnen, Rosenkohl oder anderes Gemüse servieren.

Warum sollte man den Rinderbraten zuerst anbraten?

Das kräftige Anbraten ist einer der wichtigsten Schritte bei diesem Rezept.

Dabei bekommt das Fleisch nicht nur eine schöne braune Oberfläche. Durch die Hitze entstehen intensive Röstaromen, die anschließend im Bräter bleiben und beim Ablöschen Teil der Soße werden.

Deshalb sollte der Bräter wirklich heiß sein, bevor das Fleisch hineinkommt.

Das Gleiche gilt anschließend für das Gemüse und das Tomatenmark: Auch sie dürfen Farbe bekommen. Gerade bei einer klassischen dunklen Bratensoße macht dieser Schritt geschmacklich einen großen Unterschied.

🥩 Schirle-Tipp

Für einen zarten Rinderbraten eignen sich Keule oder Schulter besonders gut. Das Fleisch zuerst rundherum kräftig anbraten und anschließend langsam schmoren – so entstehen eine aromatische Soße und ein schön zarter Braten.

Kann man Rinderbraten vorbereiten?

Rinderbraten eignet sich hervorragend zum Vorbereiten – und das macht ihn für ein Sonntagsessen mit der Familie besonders praktisch.

Ihr könnt das Gemüse beispielsweise schon am Vortag putzen und schneiden.

Auch der fertige Rinderbraten lässt sich später gut wieder erwärmen. Dafür das Fleisch am besten in Scheiben schneiden und langsam zusammen mit etwas Bratensoße erhitzen. So bleibt es saftiger, als wenn die einzelnen Scheiben ohne Flüssigkeit erwärmt werden.

Und falls tatsächlich etwas übrig bleibt, habt ihr am nächsten Tag gleich noch ein richtig gutes Mittagessen.

Klassischer Rinderbraten fürs Sonntagsessen

Ein guter Rinderbraten braucht keine außergewöhnlichen Zutaten. Viel wichtiger sind ein schönes Stück Rindfleisch, ordentlich Röstaromen und etwas Geduld.

Ist der Braten erst einmal angebraten und der Bräter im Backofen, bleibt genügend Zeit, um die Beilagen vorzubereiten oder einfach den Sonntag zu genießen.

Am Ende kommt alles zusammen: zartes Rindfleisch, eine kräftige dunkle Bratensoße und die Lieblingsbeilage der Familie.

Genau so darf ein Sonntagsessen für uns aussehen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

Eure
Metzgerei Schirle aus Westhausen

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